Gelsenkirchen – 28. Januar 2020

Ende 2019 traten in Wuhan/China Pneumonien mit zum damaligen Zeitpunkt ungeklärter Herkunft auf. Mittlerweile ist das Virus hinter den Erkrankungen als neuartiges Coronavirus 2019-nCoV definiert. Neben asiatischen Ländern trat das Virus auch bereits in Australien, USA, Kanada und Frankreich auf. Über die Entwicklung und Todesfälle wurde und wird berichtet.

Wir haben für Sie die wichtigsten Fakten zusammengestellt:

Erreger
Das neuartige Virus gehört zu den beta-Coronaviren wie das SARS-Virus. (Quelle: RKI)

Übertragung
Der Ursprung des Virus soll bei Wildtieren liegen, als wahrscheinlich gelten Fledermäuse. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt über einen Zwischenwirt wie beim SARS-Virus. Beim derzeitigen Ausbruch sind Schlangen als Zwischenwirte in Verdacht. Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung ist mittlerweile möglich.

Falldefintion
Eine spezifische Untersuchung auf eine Erkrankung durch 2019-nCoV muss erfolgen bei:
1. Akuter respiratorischer Symptomatik von beliebiger Schwere UND Kontakt mit einem bestätigtem 2019-nCOV-Fall innerhalb der letzten 14 Tage vor Erkrankungsbeginn
2. Personen mit Symptomen zum klinischen Bild UND Aufenthalt in einem Risikogebiet (Quelle: RKI)

Diagnostik
Die Diagnostik erfolgt mittels PCR über einen Direktnachweis. Hierzu sollten, wenn möglich folgende Materialien (Trockenabstrich) aus den oberen und tiefen Atemwegen entnommen werden:

  • BAL Bronchoalveoläre Lavage
  • Sputum
  • Trachealsekret
  • Nasopharynx-Abstrich, – Spülung oder -Aspirat
  • Oropharynx-Abstrich

Antikörpernachweise sind bisher nicht beschrieben, jedoch können Serumproben in der Akutphase gesammelt und asserviert werden, um eine Serokonversion für 2019-nCoV mittels Paarung mit Konvaleszentenserum später zu überprüfen sobald serologische Teste verfügbar werden. (Quelle: Charité Berlin)

Probenbehandlung
Bei der Probennahme von Verdachtsfällen sind entsprechende Schutzmaßnahmen zu beachten, welche Sie den Empfehlungen des RKI entnehmen können:
Der Umgang mit dem Probenmaterial erfolgt analog zur Probenhandhabung des SARS Virus.

Verpackung und Versand

Bei Kurierversand/-mitgabe: Probe in einen separaten Versandbeutel packen und dem Kurierfahrer mitgeben.

Bei Postversand: Die Verpackung besteht aus 3 Komponenten und ist über unseren Versand bestellbar:
1. Primärverpackung = Probengefäß (z.B. Tupferröhrchen oder Monovette)
2. Sekundärverpackung = Schutzgefäß (flüssigkeitsdicht verschraubtes Plastikröhrchen, darin saugfähiges Material)
3. Umverpackung = Kistenförmige Verpackung

Der Versand oder die Mitgabe an den Kurierfahrer sollte nach Möglichkeit gekühlt erfolgen (s. Probenentnahme).
Bitte unbedingt eine Telefonnummer und den Namen einer verantwortlichen Person angegeben!

Allgemeines: Klinische Proben von Verdachtsfällen zum Nachweis von 2019-nCoV sind als „Biologischer Stoff, Kategorie B“ der UN-Nr. 3373 zuzuordnen und nach Maßgabe der Verpackungsanweisung P650 zu verpacken.
Nach Verschluss der Versandstücke muss die Kennzeichnung als “Biologischer Stoff, Kategorie B” und “UN 3373” in Raute (Seitenlänge mind. 50 x 50 mm) erfolgen sowie eine Telefonnummer und Name einer verantwortlichen Person angegeben werden! Außerdem ist ein Kennzeichen für die Bauartprüfung der Verpackung vorgeschrieben. (Quelle: RKI)

Nach telefonischer Benachrichtigung an uns unter 0209-1586-415 sollten die Proben umgehend gekühlt zu uns geschickt oder dem Kurierfahrer mitgegeben werden. Wir sorgen für die Weiterleitung an die entsprechende Stelle.

Für Rückfragen steht Ihnen Frau Dr. Susanne Buchbinder unter 0209 1586 415 zur Verfügung.