Mutationen im Steroid-21-Hydroxylase-Gen (CYP 21A2) gehören zu den häufigsten autosomal-rezessiven Erkrankungen mit einer Prävalenz von 1:5000.
CYP 21 ist auf Chromosom 6 lokalisiert. Mutationen in diesem Gen verursachen eine Verminderung der enzymatischen Hydroxylierung von Progesteron. Dadurch kommt es zu einem Mangel an Desoxycortisol. Über ein negatives Feedback kommt es zu einer vermehrten ACTH-Ausschüttung. Dies führt sekundär zu einer Nebennierenrindenhyperplasie mit Bildung männlicher Steroidmetaboliten und Störung der weiblichen Geschlechtsdifferenzierung. Betroffene Mädchen zeigen bereits pränatal eine Virilisierung und die Ausbildung eines zwittrigen Genitales. Mit fortschreitendem Alter fallen diese Kinder durch eine beschleunigte Skelettreifung auf, wodurch sie zunächst zu groß, dann jedoch aufgrund eines vorzeitigen Epiphysenfugenschlusses, als zu klein wirken.
Das Spektrum des 21-Hydroxylase-Mangels reicht phänotypisch von schweren Formen des adrenogenitalen Syndroms mit Salzverlust bis hin zu nicht-klassischen Formen mit lediglich leichter Hyperandrogenämie.
OMIM: 201910

Untersuchungsdetails
Probenmaterial EDTA-Blut
Menge 3 ml
Methode PCR Sequenzierung
Indikation
Adrenogenitales Syndrom (AGS),Pseudopubertas praecox,Virilisierung
Referenzbereich / Entscheidungsgrenze Alle Standorte

Fremdleistung Ja
Akkreditierung Ja
Besondere Präanalytik Bitte schicken Sie für die Molekulargenetische Untersuchung ein separates EDTA-Röhrchen ein.
Nach Gendiagnostikgesetz ist die Einwilligung des Patienten zu dieser Untersuchung erforderlich.
Letzte Aktualisierung: 11.11.2019

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