Eine AT III-Aktivität zwischen 50 und 70 % stellt bereits ein Inhibitordefizit dar, das die Gerinnungsprozesse bei normaler oder erhöhter Aktivität der Prokoagulatoren nicht mehr kompensiert und zu einem erhöhten Risiko thromboembolischer Erkrankungen führt. Bei Verdacht ist die gleichzeitige Bestimmung von Aktivität und Antigen sinnvoll.
Häufiger ist jedoch der erworbene Antithrombin-Mangel bei Leberparenchymschaden, Proteinverlust-Syndrome, Verbrauchskoagulopathie, Sepsis, Präeklampsie, postoperativ, Heparintherapie, Östrogentherapie.

Untersuchungsdetails
Probenmaterial Citrat-Plasma (Aktivität) Citrat-Plasma (Antigen)
Menge 1 ml 2 ml
Methode Chromogen Chromogen
Spezielle Methode Immundiffusion
Indikation
Heparinresistenz,Thromboembolie,V. a. AT-Mangel,Verbrauchskoagulopathie,Verlaufskontrolle bei Substitution
Referenzbereich / Entscheidungsgrenze Gelsenkirchen
80-130 %
Alle Standorte
19-31 mg/dl
Fremdleistung Nein Ja
Akkreditierung Ja Ja
Besondere Präanalytik Citrat-Plasma gefroren
Letzte Aktualisierung: 13.11.2019

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