Die Zöliakie ist eine immunologische Erkrankung des Gastrointestinaltrakts, die durch ein Nahrungsprodukt, das Gliadin, ausgelöst wird. Dabei handelt es sich um die alkohollösliche Fraktion des Weizenklebers Gluten. Das toxische Gliadin ist allerdings nicht nur im Weizen, sondern auch in Roggen, Gerste und Hafer enthalten. Bei molekularbiologischen Analysen erwiesen sich insbesondere die Tetrapeptidsequenzen des A-Gliadins mit den Aminosäuren Prolin, Serin und Glutamin als bedeutsam für die Auslösung der immunologischen Reaktionen.
Bei genetisch Prädisponierten werden den T2-Zellen über die HLA-Klasse II-Epitope auf Antigenpräsentierenden Zellen tTG-Epitope präsentiert. Bei weiterer Gliadinzufuhr mit der Nahrung könnte so ein sich selbst perpetuierender Autoimmunprozeß entstehen.

Untersuchungsdetails
Probenmaterial Serum
Menge 2 ml
Methode EIA
Indikation
Dermatitis herpetiformis,Zöliakie/Sprue
Referenzbereich / Entscheidungsgrenze Alle Standorte
< 7 u_ml IgA
< 7 u_ml IgG
Fremdleistung Nein
Akkreditierung Ja
Letzte Aktualisierung: 08.11.2019

+ Allgemeine Präanalytik und Probenkennzeichnung

+ Hinweise zur Präanalytik

Sind Anti-Gliadin-Antikörper nachweisbar, kann dies auf eine Sensibilisierung des Patienten gegen Gluten hinweisen. Zur Überprüfung der klinischen Relevanz sollte eine glutenfreie Kost verabreicht werden. Bei Vorliegen einer Glutenunverträglichkeit erfolgt oftmals bereits nach 2-3 Wochen eine deutliche Besserung des Beschwerdebildes. Bleibt eine Besserung des klinischen Beschwerdebildes aus, ist der Antikörpernachweis vermutlich als unspezifische Folge einer Störung des Mukosablocks (entzündliche Veränderungen oder erhöhte intestinale Permeabilität) zu werden. In diesem Falle sollte gezielt nach Ursachen des zerstörten Mukosablocks gesucht werden.

+ Probenversand