Der Patient nimmt 13C-markierten Harnstoff in einem zitronensäurehaltigen Getränk zu sich. H. pylori verfügt über ein Enzym, die Urease, welche Harnstoff zu Ammoniak und Kohlendioxid umsetzt. Das Kohlendioxid enthält die 13C-markierten Kohlenstoffatome des eingenommenen Harnstoffs. Die 13C-Konzentration der Ausatmungsluft kann gemessen werden. Dies erlaubt wiederum Rückschlüsse auf die Menge des umgesetzten Harnstoffs und somit auf die H.p.-bedingte Ureaseaktivität im Magen.
Bei Patienten mit einer atrophischen Gastritis oder unter einer begonnenen Therapie (so z. B. unter einer Therapie mit Antibiotika, Protonenpumpenhemmern und Wismutsalzen) sind falsch negative Ergebnisse mit dem 13C-Harnstoff-Atemtest zu erwarten. Auch Proteus und Brucellen produzieren Urease und können damit den Urease Atemtest zu falsch positiven Ergebnissen bringen.

Untersuchungsdetails
Probenmaterial Atemluftprobe
Methode Infrarotspektrometrie
Indikation
H. pylori-Infektionsnachweis,Kontrolle des Therapieerfolgs
Referenzbereich / Entscheidungsgrenze Alle Standorte
siehe Befund
Fremdleistung Nein
Akkreditierung Ja
Letzte Aktualisierung: 08.11.2019

+ Allgemeine Präanalytik und Probenkennzeichnung

+ Hinweise zur Präanalytik

Versand-Set anfordern (mit Anleitung) Störfaktoren: Mineralwasser mit Kohlensäure; Produkte auf Mais-, Ananas- und Kokosstärkebasis; Fehler bei der Abgabe der Atemprobe, z.B. Einatmen über die Nase beim Befüllen des Röhrchens (= zu geringer CO2-Gehalt).

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