Nach der Hepatitis B sind Infektionen mit Hepatitis C-Viren (HCV) die zweithäufigste Ursache von Leberzirrhose und hepatozellulären Karzinomen. Das Hepatitis C-Virus ist ein 45 nm großes behülltes Einzel(+)-Strang-RNA-Virus und gehört zur Gattung Hepacivirus der Familie der Flaviviridae. Der Mensch ist einziger natürlicher Wirt des HCV. Die Inkubationszeit beträgt 2–26 Wochen.
EIA ist sensibler Suchtest zur Erkennung von Antikörpern gegen das Hepatitis C-Virus. Aufgrund möglicher falsch positiver Befunde sollte ein positives Ergebnis mit einer spezifischen Methode (Immunoblot) kontrolliert werden! Der Test kann nicht zwischen einer akuten, chronischen (infektiösen) oder ausgeheilten (nicht mehr infektiösen) Erkrankung unterscheiden!

Namentliche Meldepflicht (d. h. Name, Geburtsdatum und Anschrift des Patienten) an das zuständige Gesundheitsamt ist, sofern der direkte (Erregernachweis) oder der indirekte (Antikörper) Nachweis auf eine akute Infektion hinweisen, gesetzlich vorgeschrieben (Paragraph 7, Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes).
(Meldepflicht für alle Nachweise, soweit nicht bekannt ist, dass eine chronische Infektion vorliegt)

Untersuchungsdetails
Probenmaterial Serum
Menge 1 ml
Methode Blot EIA
Indikation
V. a. akute, chronische oder abgelaufene HCV-Infektion
Referenzbereich / Entscheidungsgrenze Alle Standorte
siehe Befund
Fremdleistung Nein
Akkreditierung Ja
Letzte Aktualisierung: 08.11.2019

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Namentliche Meldepflicht (§ 7, (1) IFSG)

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