Hepatitis C ist eine infektiöse Leberkrankheit, die vor allem durch Blutkontakt übertragen wird. Das Hepatitis C-Virus ist ein 45 nm großes behülltes Einzel(+)-Strang-RNA-Virus und gehört zur Gattung Hepacivirus der Familie der Flaviviridae. Die Inkubationszeit bzw. die Zeit bis zum Auftreten von Antikörpern im Serum des Patienten kann 2 bis 24 Wochen betragen, liegt aber in der Regel bei 6 bis 9 Wochen.
Das Virus ist im Blut der Patienten direkt nachweisbar. Nach einer Infektion mit HCV lassen sich die Virus-RNA (HCV-RNA) schon nach 1-2 Wochen im Blut nachweisen. Der qualitative Nachweis von HCV-RNA zur Diagnostik einer Virämie bei positivem anti-HCV-Test sowie die Bestimmung der Viruslast und die Genotypisierung der Hepatitis C-Viren vor einer Interferontherapie sind heute Bestandteile der Routinediagnostik. Therapieerfolg und -dauer der HCV-Infektion sind auch abhängig vom HCV-Genotyp der Infektion. In Europa finden sich überwiegend die Gentypen 1, 2 und 3.
Der HCV-Genotyp erlaubt die Prognose für ein gutes Ansprechen der Kombinationstherapie mit pegyliertem Interferon/Ribaverin und die Festlegung der Behandlungsdauer:
Genotyp 1 und 4:
ungünstige Prognose, Therapiedauer bis 12 Monate
Genoytp 2 und 3:
günstige Prognose, Therapiedauer bis 6 Monate.

Namentliche Meldepflicht (d. h. Name und Herkunft des Patienten) an das zuständige Gesundheitsamt ist, sofern der direkte oder der indirekte (Antikörper) Nachweis auf eine akute Infektion hinweist, gesetzlich vorgeschrieben. Die Meldung ist unabhängig von anderen Untersuchungen

Untersuchungsdetails
Probenmaterial EDTA-Blut
Menge 3 ml
Methode RT-PCR
Indikation
Hepatitis C- Prognoseabschätzung,Therapie einer HCV-Infektion mit Interferon/Ribaverin
Referenzbereich / Entscheidungsgrenze Alle Standorte
siehe Befund
Fremdleistung Nein
Akkreditierung Ja
Letzte Aktualisierung: 08.11.2019

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Namentliche Meldepflicht (lt. IFSG) an das zuständige Gesundheitsamt

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