Hu-AK, auch ANNA-1 genannt, sind gegen Hu-Proteine gerichtet, welche für die RNA Bindung verantwortlich sind. Sie gehören zur Gruppe der neuronalen Antikörper, die mit einem paraneoplastischen Syndrom einhergehen. Als paraneoplastische Syndrome werden klinische Syndrome definiert, die als Begleitreaktion maligner Tumoren auftreten können, ohne dass sie auf einer vaskulären oder infektiösen Ätiologie oder Therapienebenwirkung beruhen. Sie werden durch vom Tumor freigesetzte immunologische Mechanismen hervorgerufen, die ihre Wirkung fern vom primären und/oder metastatischen Tumorort entfalten. Paraneoplastische Syndrome kommen in weniger als 15% aller malignen Erkrankungen vor, überwiegend bei Tumoren der Lunge, des Magens und der Brust. Sie können bereits vor Diagnose des Primärtumors manifest werden.

Untersuchungsdetails
Probenmaterial Serum Liquor
Menge 1 ml 1 ml
Methode Blot Blot
Indikation
Autonome Neuropathie (orthostatische Hypotonie, Obstipation, Impotenz, Blasenstörung, Anhidrosis, Pupillotonie),Limbische Encephalitis (Wesensänderung, Gedächtnisstörungen, Anfälle),Myelitis (schlaffe Paresen),Rhombencephalitis (Schwindel, Übelkeit, Augenbewegungsstörungen),Subakute sensible Polyneuropathie (Danny-Brown-Syndrom ),Subakute zerebelläre Degeneration (Ataxie, Dysarthrie, Nystagmus, Oszillopsien, Doppelbilder),V. a. Paraneoplasie
Referenzbereich / Entscheidungsgrenze Alle Standorte
negativ
Alle Standorte
negativ
Fremdleistung Nein Nein
Akkreditierung Ja Nein
Letzte Aktualisierung: 08.11.2019

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