Ein IgG-Subklassenmangel kann auch ohne deutliche Verminderung des Gesamt-IgG auftreten. Somit sollte bei Verdacht auf eine Immundefizienz auch immer ein
IgG-Subklassenmangel in Betracht gezogen werden.
Die Diagnose eines IgG-Subklassenmangels sollte immer durch Mehrfachbestimmung gesichert werden

IgG sind Spätantikörper, die 2-3 Wochen nach einer Primärreaktion, aber nach Reinfektion innerhalb weniger Tage nachweisbar sind.
Die humanen IgG setzten sich aus vier verschiedene Subklassen zusammen, die vor allem durch unterschiedliche Funktionen in der Immunabwehr charakterisiert sind.
Häufig beruht das Auftreten eines IgG-Subklassenmangels im Kindesalter auf einer verzögerten Reifung des Immunsystems.
IgG1-Verminderung kommt meist zusammen mit IgG2- und IgG3-Verminderung und führt dadurch zur Verminderung des Gesamt-IgG (primäre (die Immunschwäche ist die Krankheit; kommt angeboren oder im späteren Leben erworben vor; selten) oder sekundäre (durch eine andere Krankheit verursacht; viel häufiger) IgG2-Mangel kommt vor allem bei Kindern vor. Patienten haben Infektionen der Atemwege, Bronchitis, Lungenentzündung, Nebenhöhlenentzündung…).
IgG3-Mangelpatienten haben Infektionen der Atemwege, Durchfälle, Asthma.
Alleiniger Mangel von IgG4 dürfte keine Bedeutung haben.

Untersuchungsdetails
Probenmaterial Serum
Menge 1 ml
Methode Nephelometrie
Indikation
Meningitis,Rezidivierende Diarrhoen insbesondere bei gleichzeitigem Vorliegen einer bronchopulmonalen Erkrankung,Rezidivierende Infektionen (Otitis, Sinusitis, Bronchopneumonie)
Referenzbereich / Entscheidungsgrenze Alle Standorte
siehe Befund
Fremdleistung Nein
Akkreditierung Ja
Letzte Aktualisierung: 08.11.2019

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