Der κ/λ-Quotient ist ein unabhängiger Risikofaktor für die Prognose einer malignen Transformation bei MGUS- Patienten.

Untersuchungsdetails
Probenmaterial Serum Urin
Menge 1 ml 10 ml
Methode Berechnung Berechnung
Indikation
Chronisch lymphatische Leukämie,Leichtketten-Amyloidose,Leichtketten-Myelom,Monoklonale Gammopathien,Multiples Myelom,M. Waldenström,Plasmozytom
Referenzbereich / Entscheidungsgrenze Alle Standorte
0,26-1,65 mg_dl
Alle Standorte
0,46-4,0 mg_dl
Fremdleistung Nein Nein
Akkreditierung Ja Ja
Besondere Präanalytik Nachweis im Rahmen der Plasmazytomdiagnostik idealerweise zusammen mit Durchführung einer Immunfixationselektrophorese. Die quantitative Bestimmung freier Leichtketten weist eine höhere Sensitivität im Vergleich zur Immunfixation auf, und ist für das Monitoring von mutiplen Myelomen besser geeignet als die Immunfixation oder die Analyse einer Bence Jones Proteinurie. Nachteile sind eine höhere Störanfälligkeit im Urin, verglichen mit Serum, sowie teilweise eine Überschätzung der absoluten Konzentration monoklonaler Leichtketten, bedingt durch abweichende Epitopzusammensetzungen. Da die Ausscheidung monoklonaler Leichtketten nur eine sog. „Überlaufproteinurie“ (jenseits der tubulären Reabsorptionskapazität) darstellt, kann im Regelfall deren Präsenz auch im Serum angenommen und nachgewiesen werden; abhängig von Erkrankungsstadium und Nierenfunktion korreliert gegebenenfalls auch die Serumkonzentration besser mit der Produktionsrate als die Ausscheidung im Urin. Aus den genannten Gründen ist in der Regel somit die Bestimmung im Serum der Bestimmung im Urin insbesondere für die Verlaufskontrolle vorzuziehen; zahlreiche Verlaufsuntersuchungen mittels Immun (fixations) elektrophorese im Urin werden dadurch entbehrlich, was eine zumindest aufwandsneutrale Verbesserung der Diagnostik ermöglicht.
Letzte Aktualisierung: 08.11.2019

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