2 Formen der freien Leichtketten können differenziert werden:
Leichtketten vom Typ lambda und
Leichtketten vom Typ kappa.

Die quantitative Bestimmung freier Leichtketten weist eine höhere Sensitivität im Vergleich zur Immunfixation auf, und ist für das Monitoring von mutiplen Myelomen besser geeignet als die Immunfixation oder die Analyse einer Bence Jones Proteinurie.

Untersuchungsdetails
Probenmaterial Serum Urin
Menge 1 ml 10 ml
Methode Nephelometrie Nephelometrie
Indikation
Chronisch lymphatische Leukämie,Leichtketten-Amyloidose,Leichtketten-Myelom,Monoklonale Gammopathien,Multiples Myelom,M. Waldenström,Plasmozytom
Referenzbereich / Entscheidungsgrenze Alle Standorte
0,33-1,94 mg_dl
Alle Standorte
0,039-1,51 mg_dl
Fremdleistung Nein Nein
Akkreditierung Ja Ja
Besondere Präanalytik Nachteile sind eine höhere Störanfälligkeit im Urin, verglichen mit Serum, sowie teilweise eine Überschätzung der absoluten Konzentration monoklonaler Leichtketten, bedingt durch abweichende Epitopzusammensetzungen. Da die Ausscheidung monoklonaler Leichtketten nur eine sog. Überlaufproteinurie (jenseits der tubulären Reabsorptionskapazität) darstellt, kann im Regelfall deren Präsenz auch im Serum angenommen und nachgewiesen werden; abhängig von Erkrankungsstadium und Nierenfunktion korreliert gegebenenfalls auch die Serumkonzentration besser mit der Produktionsrate als die Ausscheidung im Urin.
Letzte Aktualisierung: 08.11.2019

+ Allgemeine Präanalytik und Probenkennzeichnung

+ Hinweise zur Präanalytik

Nachweis im Rahmen der Plasmazytomdiagnostik idealerweise zusammen mit Durchführung einer Immunfixationselektrophorese

+ Probenversand