Bei einer monoklonalen Gammopathie kann es (bei etwa 60 % der Plasmozytompatienten) neben der klonalen Synthese intakter Immunglobuline auch zu Synthese und Sekretion isolierter freier Leichtketten vom Kappa- oder Lambdatyp kommen, die auf Grund ihrer Nierengängigkeit (Molmasse 22kD) bevorzugt im Untersuchungsmaterial Urin mittels Immunfixation (oder Immunelektrophorese) nachgewiesen werden (Bence-Jones-Proteine).

Untersuchungsdetails
Probenmaterial Serum Urin
Menge 1 ml 10 ml
Methode Nephelometrie Nephelometrie
Indikation
V. a. monoklonale Gammopathie, Diagnostik eines Leichtkettenmyeloms, einer Leichtkettenamyloidose, einer light chain deposition disease und eines nonsekretorischen Multiplen Myeloms, Verlaufskontrolle/Rezidivbeurteilung
Referenzbereich / Entscheidungsgrenze Alle Standorte
313-723 mg_dl
Alle Standorte
< 5 mg_dl
Fremdleistung Nein Nein
Akkreditierung Ja Ja
Letzte Aktualisierung: 08.11.2019

+ Allgemeine Präanalytik und Probenkennzeichnung

+ Hinweise zur Präanalytik

Ein wiederholt außerhalb des Referenzbereiches liegender Kappa/Lambda-Quotient und/oder eine Erhöhung einer Leichtkette weist auf das Vorhandensein einer Leichtketten-Paraproteinämie oder -urie hin. Die Absolutkonzentrationen der Leichtketten können bei gesicherter Monoklonalität für die (therapeutische) Verlaufskontrolle herangezogen werden. Bei einer Erstdiagnose wird die Immunfixations-Elektrophorese im Serum und/oder Urin zur Bestätigung der Monoklonalität dringend empfohlen.

+ Probenversand