Wärmeagglutinine sind Autoantikörper, die sich gegen Membranantigene der körpereigenen Erythrozyten richten und dadurch eine autoimmunhämolytische Anämie auslösen können. Das Reaktionsoptimum der Antikörper liegt im Gegensatz zu den kältewirksamen Autoantikörpern (Kälteagglutininen) bei 37°C. Es handelt sich in der Regel um Antikörper vom Isotyp IgG. Im direkten Antiglobulin-Test (direkter Coombstest) kann man entweder nur eine Beladung der Erythrozyten mit IgG finden, eine Beladung der Erythrozyten nur mit Komplement oder mit IgG und Komplement. Falls die Antikörper eine hohe Bindungskonstante besitzen können sie bevorzugt in Erythrozyten-gebundener Form vorliegen, sodass freie Antikörper im Serum nicht oder nur in geringer Menge nachweisbar sind. Die Antigenspezifität der Antikörper richtet sich gegen seltene Rh-Phänotypen, einfache Rh-Antigene, andere Blutgruppenantigene oder auch gegen unbekannte Membranantigene der Erythrozyten.

Untersuchungsdetails
Probenmaterial EDTA (7,5 ml EDTA Monovette)
Menge 7 ml
Referenzbereich / Entscheidungsgrenze Alle Standorte
siehe Befund
Fremdleistung Nein
Akkreditierung Ja
Letzte Aktualisierung: 05.12.2019

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